Wedel I gewinnt gegen Schwarz Weiß Harburg

Wedel I gewinnt gegen Schwarz Weiß Harburg

Die erste Mannschaft spielte in der siebten Runde der HHMM 2026 gegen Schwarz Weiß Harburg. Wir waren ca. 100 DWZ Punkte stärker gewertet, also auf dem Papier Favorit. Allerdings entwickelte sich der Mannschaftskampf nicht so einfach. Ich habe allerdings auf Grund meiner eigenen Partie wenig von den früh beendeten anderen Brettern mitbekommen.

Jedenfalls begann es damit, dass Martin Jarke am achten Brett einen Bauernsturm entfachte, dabei aber wohl die Deckung etwas sehr vernachlässigte, was seine Gegnerin Niniko Shari eiskalt ausnutzte. Wann Jürgen Nikodem gegen Malte Turski ins Hintertreffen geriet kann ich nicht erinnern, jedenfalls ging er im weißen Königsangriff unter. Hingegen haben Milan Adamovic gegen Boris Cvjetic und ich Norbert Reimann gegen Rene Mrotzek glücklich gewonnen, jeweils in schlechterer Stellung von einem Figurenwegsteller profitiert.

Zu meiner Partie ist zu sagen, dass ich das dritte Mal mit dem lettischen Gambit konfrontiert wurde und die richtite Antwort immer noch nicht drauf hatte. Ich habe einen Anschiss von Milan kassiert, der mir schon nach meiner Partie letztes Jahr in Eimsbüttel die korrekte Zugfolge gezeigt hatte - alles vergessen, aber jetzt sitzt es. Da diese Zugfolge von mir nicht mehr gespielt werden wird kann ich die Partie auch zeigen, als Warnung wie man nicht gegen Lettisch spielt.

Danach stand es zwei zu zwei, nach dem Remis von Torsten Hinze gegen Pawel Budzisz und dem Gewinn von Shah Hotaki gegen Nils Mauch - Shah hat irgenwie eine Figur gewonnen - führten wir 3,5 zu 2,5. Die beiden ersten Bretter waren noch offen.

Victor Lamzin am ersten Brett hatte eine m.E. ausgeglichene Stellung mit beidseitigen Chancen, ließ dann aber Simon Aengenheyster die e-Linie und dort in seiner Stellung eindringen - tödlich und Ausgleich für Harburg.

Alles hing an der letzten Partie von Christoph Neller gegen Hans-Jürgen Steiner.

Christian spielte eine eher strategische Partie gegen eine Art slawisch, agierte viel auf dem Damenflügel. Für die Zuschauer waren die Manöver nicht immer vollständig durchschaubar. Nach dem 40zigsten Zug stellte er dann recht erfolgreich auf Königsangriff um. Der schwarze König wurde dann auch in die Mitte getrieben, Weiß hatte voll Initiative. Und dann überschritt Hans-Jürgen Steiner die Zeit in der Vorstellung, dass die Zusatzzeit noch gar nicht angelaufen sei! Erst nachdem mehrere Mitspieler bezeugten dass die viertel Stunde (!) nach den ein-einhalb Stunden schon abgelaufen sei ließ er sich überzeugen. Hier ist die Partie, von Christian kommentiert

Ich werde mich im Übrigen beim Hamburger Schachverband dafür einsetzen, dass die dieses Jahr eingesetzte Bedenkzeitregel von 1,5 Stunden + 1/4 Stunde nicht wiederholt wird - ich kenne so viele Spieler die erhebliche Probleie damit haben.

Letztlich haben wir dann aber glücklich 4,5 zu 3,5 gewonnen. Eine Aufstiegschance ergibt sich daraus nicht, wir hängen an der Oberseite des Mittelfelds der Tabelle.